Sommerferienprogramm 2016 - Beitrag der Heimatfreunde

Am 8. September 2016, pünktlich um 9:30 Uhr konnten die Heimatfreunde – vertreten durch Hans Lill - 7 Kinder zu ihrem Programmpunkt des diesjährigen Sulzfelder Sommerferienprogramms auf dem Rathausplatz begrüßen. „Sulzfeld entdecken“ war die diesjährige Aktion der Natur- und Heimatfreunde im Rahmen des beliebten Sommerferienprogramms der Gemeinde überschrieben, zu der sich 9 Kinder angemeldet hatten. Nach der Begrüßung und der Bekanntgabe einiger Verhaltensregeln – auch zur Sicherheit im Straßenverkehr, starteten wir unsere Tour in Richtung Amalienhof. Vor den Toren des Amalienhofs angelangt erfuhren wir einiges über die Geschichte dieses historischen Bauwerkes.

Mit diesen Informationen versorgt, machten wir uns weiter auf den Weg entlang der durch die Gemeinde installierten QR-Codes und erreichten gegen 10:00 Uhr die Sulzfelder Puppengalerie. Dort erwartete uns eine erste Überraschung. Auf Grund vorheriger Absprache mussten wir uns nicht damit begnügen nur eine Beschreibung der Historie des Gebäudes - untermauert mit alten Fotografien des früheren Zustandes – zu erfahren. Vielmehr hatte Fam. Riel eigens für uns die Puppengalerie geöffnet und lies uns an einer ganz speziellen Führung teilnehmen. Was gab es da nicht alles zu bestaunen! Ein ganz besonderes Augenmerk zog dabei eine über 100 Jahre alte, aber immer noch voll funktionsfähige Registrierkasse aus Amerika auf sich. Des Weiteren war man von den zahlreichen Einrichtungen und Geschirrteilen, mit denen die Generationen unserer Eltern und Großeltern ihre Puppenküchen ausstatteten, hellauf begeistert.

                                                     

Zum Abschluss lies es Familie Riel sich nicht nehmen, uns in Ihrem herrlichen Garten auch noch Getränke, Apfelplätzchen und Gummibärchen anzubieten. Wir möchten uns daher auch an dieser Stelle nochmals für die kompetente Führung und großzügige Unterstützung bei Fam. Riel recht herzlich bedanken. Nach entsprechenden Dankesworten vor Ort, war es für uns Zeit unsere Runde fort zu setzen. Also ging es die Hauptstraße entlang weiter Richtung Rentamt, wo wir an der Fußgängerampel die Straße querten, um dort einen kurzen Halt einzulegen und das frisch restaurierte Portal des Rentamtes zu betrachten. Auf Grund der räumlichen Enge, des Verkehrsaufkommens und der Tatsache, dass einige der Kinder sich anschickten ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachzugeben, viel dieser Aufenthalt relativ kurz aus. So wurden hier nur einige wesentliche Informationen zur früheren Bedeutung und Nutzung des Gebäudes (unteres oder Pforzheimer Schloß) gegeben und das heutige Aussehen des Portals an Hand älterer Fotografien verglichen.

Nach diesem kurzen Stopp ging es weiter Richtung Evangelische Kirche. Dort erfuhren die Kinder wo das ehemalige Rathaus gestanden hatte, und konnten an Hand einer vorbereiteten Bilddokumentation die Gesamtsituation des alten Kirchenvorplatzes (samt Germania-Denkmal) nachvollziehen. Das Angebot den Sockel des vorgenannten Denkmals näher zu besichtigen, wurde gerne angenommen. Im Laufe dieser Besichtigung tauchten auch Fragen auf, wo denn die Figur abgeblieben sei. Den Kindern wurde erklärt, dass beim Abbau des Denkmals die Figur derart beschädigt wurde, dass Sie nicht mehr aufgestellt werden konnte und deshalb liegend im Keller des Rathauses lagert.   

Unser nächstes Ziel war dann – ganz in der Nähe liegend – das alte Spritzenhaus. Auch hierzu gab es Informationen wie sie auch in dem hier ebenfalls angebrachten QR-Code hinterlegt sind. Vorherige Nutzung des Gebäudes – Nutzung nach Ankauf durch die Gemeinde als 1. Feuerlöschgerätehaus – Organisation des Feuerlöschwesens zur damaligen Zeit. Dazu wussten einige der Kinder zu berichten, dass sie einen solch historischen Feuerlöschpumpenwagen der im jetzigen Feuerwehrgerätehaus ausgestellt ist, besichtigen konnten.

Nach Abhandlung dieses Themas führte uns unser Weg durch die verkehrsberuhigten Gassen der Bachstraße zum Brunnen am Marktplatz und Schlosscafe.

Am Brunnen am Marktplatz erwartete uns bereits eine Pressevertreterin der BNN die im Vorfeld Interesse an einer Berichterstattung über unseren Programmpunkt bekundet hatte. So wurden auch einige der Kinder von der BNN-Reporterin zum bisherigen Verlauf unserer Aktion interviewt. Der entsprechende Bericht ist bereits in der Ausgabe der BNN vom 09.09.2016 (Ausgabe Nr. 210 – Seite 21) veröffentlicht und nachzulesen.

Nach Informationen zu prägnanten Ereignissen der Ortsgeschichte – die sich alle an den Reliefs des Marktplatzbrunnens ablesen lassen – spendierte uns H. Lill im Namen der Heimatfreunde im gegenüberliegenden Schlosscafe ein Eis, schien doch die Konzentrationsfähigkeit bei Einigen bereits nachzulassen.

So gestärkt und erfrischt ging es weiter zu unserem nächsten Ziel.

Die Hochwassermarke vom Aug. 1931 ab der Gärtnerei Förster. Diese Tafel war den Kindern durchweg unbekannt, wobei sich alle kaum vorstellen konnten wie so ein kleiner Bach so anschwellen konnte. Es wurde daher auf ähnliche Ereignisse in den letzten Jahren aus der näheren Umgebung verwiesen und einige Fotos aus dem Archiv der Heimatfreunde zu dem hier dokumentierten Wasserstand vom August 1931 zur Veranschaulichung herumgereicht.

Tief beeindruckt führten wir unsere Tour auf dem Weg, entlang des heute friedlich dahinplätschernden Baches, Richtung Friedrichstraße fort. Dort angekommen, kündigte sich ein weiteres Highlight unserer Führung an. Wer kennt sie nicht, die herrliche Modelleisenbahnanlage von Herrn Reuter auf dem Anwesen in der Friedrichstraße 11?

                                                       

Dank einer Absprache mit Herrn Reuter konnten wir diese herrliche Anlage nicht nur von außen über den Zaun in Augenschein nehmen – was die meisten sowieso schon immer mal wieder zur Genüge getan hatten sondern für uns wurden die Tore geöffnet, so dass wir die Anlage in ihrer Komplexität erfassen konnten. Ein Vergnügen das noch dadurch gesteigert wurde, dass Herr Reuter für umfangreichen Fahrbetrieb sorgte. Schon bald schnauften verschiedene Dampfzugmodelle und das historische Modell einer Straßenbahn über die umfangreiche und in unzähligen Arbeitsstunden sehr liebevoll gestalteten Gleisanlagen. Ein Erlebnis der besonderen Art, von dem sich die Kinder kaum losreisen ließen und nach entsprechenden Dankesworten an Herrn Reuter zu einer Weiterführung der Tour energisch aufgefordert werden mussten. Die nächste Station war dann auch die letzte auf unserer Führung. Im Bürgerhaus in der Hauptstraße hatten wir im Heimatmuseum, das dort von den Heimatfreunden unterhalten wird, einen Abschluss geplant. Die Heimatfreunde haben dort nochmals Getränke und Verpflegung mit Brezeln angeboten, was teilweise recht dankend angenommen wurde.

Nachdem Herr Riel – wie am Vormittag bereits angekündigt – im Erdgeschoß die dort momentan laufende Puppenausstellung für die Kinder zur Besichtigung öffnete, nahmen die Kinder das Heimatmuseum im OG in Beschlag. Kaum war die erste Tür geöffnet wurde der dort installierte Fahrkartenschalter besetzt und fleißig Fahrkarten verkauft und gestempelt.

Ausgefallene Wünsche versuchte man durch Rückfragen mit dem per Handkurbel zu bedienenden Telefon zu klären. Natürlich wurden die Kinder auch über die tatsächlichen Abläufe zum Fahrkartenkauf und zum Betreten der Bahnsteige zum damaligen Zeitpunkt aufgeklärt. Auch in den anderen Räumen war man von der Fülle der Exponate beeindruckt und hatte doch fragen zu dem ein oder anderen Gegenstand und ließ sich dessen Nutzung und/oder Funktionsweise gerne erklären. So verging im Nu die Zeit und schon bald war es 15:00 Uhr und die Kinder konnten sich – wie vereinbart – auf den Heimweg machen bzw. abgeholt werden.

Ein nach unserem Empfinden gelungener Beitrag zum Sommerferienprogramm der Gemeinde. Sollte das von den Teilnehmern auch so gesehen werden, würden wir uns über eine entsprechende Rückmeldung sehr freuen..